Kategorie: Selbstmanagement

  • Selbstcoaching – klappt das?

    Selbstcoaching – klappt das?

     

    Eine klare Antwort: JEIN

    JA – es gibt gute Möglichkeiten von Selbstcoaching um zum Beispiel

    Die Methoden haben eines gemeinsam: Ich muß selbst aktiv werden. Immer wieder. Und zwar entgegen meiner Gewohnheiten. Sonst wird die beste Methode zum „One-Day-Wonder“.

    Echte Veränderung beginnt mit einem wichtigem und starken Anliegen, das mich immer wieder aktiv werden lässt. Um dieses Anliegen herauszufinden gibt es ebenfalls Möglichkeiten – Visionsübungen – zum Beispiel nach Stephen R Covey (aus dem Buch „Die 7 Wege zur Effektivität). Am besten in Kombination mit einem – na? Richtig:  Coaching 🙂 

    Selbstcoaching versus Coaching

    NEIN – Wir sind nämlich ziemlich gut darin, uns selbst auszutricksen. 

    Zum Teil aus Bequemlichkeit – das ist sehr schlau denn unser Gehirn will Energie sparen 🙂 Aber auch aus Selbstschutz. Denn so vermeiden wir es, an unbequeme Stellen zu schauen. Doch gerade dort liegen unsere Potenziale! Dann ist da noch die Gewohnheit die uns bremst. Gewohnte Umgebung, gewohnte Handlungen, Menschen die uns wie gewohnt „behandeln“. Außerdem lassen wir uns gerne ablenken. All das weist das Selbstcoaching in seine Schranken.

    Ein Coach sieht dich neu. Er fordert und fördert dich – auch wenn du einen schwachen Tag hast, an Blockaden und Glaubenssätze stößt oder an dir zweifelst. Es ist sein „Job“ das Beste aus dir heraus zu holen und dir beiseite zu stehen. Er begleitet dich durch die Veränderungs- und Übergangsphase hindurch. So lange, bis bewusstes selbstwirksames Handeln sinnlose oder gar schädliche Gewohnheiten ablöst und du gut alleine unterwegs bist. Er unterstützt dich darin, dich selbst zu „ermächtigen“. 

    „Um sich selbst zu erkennen braucht es ein Gegenüber“

    Meint: Durch die vergleichsweise unvoreingenommene Wahrnehmung des Coachs kannst du dich in deiner Einzigartigkeit erkennen und begreifen. Du kannst dich neu entdecken und dich neu entfalten. Mit ihm erkennst du Seiten an dir und deiner Situation für die du selbst betriebsblind bist. Ein Coach kann dich anders „sehen“ als Menschen die dich kennen und die du kennst. Freunde, Eltern etc. haben ein bestimmtes Bild von dir – und entsprechend Schwierigkeiten andere Vorstellungen von dir zuzulassen. Ein Coach ist unabhängig und „will“ nichts von dir. Er hat nichts zu verlieren wenn du dich veränderst. Er kann deshalb Fragen stellen die niemand anders stellen würde. Fragen, auf die niemand anders kommen würde. Fragen, die auf Wahrnehmungfähigkeit, echtem Interesse an dir, Erfahrung und Intuition beruhen.

     

    Die Mischung machts

    Wie immer ist es die gesunde Mischung die das Leben rund macht. Die Kombination aus Selbstcoaching und Coaching bringt dich am schnellsten und effektivsten nach vorne. Es geht darum 1) immer wieder herauszufinden, wo du stehst 2) was JETZT für dich wichtig ist um dich dann 3) mit der besten Methode weiter zu unterstützen. Sei es mit Coaching und / oder Selbstcoaching!

  • Wege in schwierigen Zeiten

    Wege in schwierigen Zeiten

    Was tun wir, wenn es nicht so läuft? Wenn die Ampel auf Rot wechselt, der Job zu wünschen lässt, der Körper streikt, die Beziehung nicht rund läuft oder das Kind Erwartungen nicht erfüllt? Geht gar nicht!! Es soll so schnell wie möglich wieder werden wie zuvor! So, wie du es dir vorstellst und gewohnt bist. Weil es so richtig für dich war. Und jetzt falsch ist.

    Es ist falsch

    • sich nicht gut zu fühlen
    • enttäuscht zu werden
    • krank zu sein
    • einsam zu sein
    • keinen tollen Job zu haben
    • sich zu streiten
    • leistungsschwach zu sein
    • ….und noch vieles mehr

    Ist das wirklich wahr? Ein klares: Nein!

    Der Grund für die Bewertung in richtig oder falsch ist unser Mind-Set. Es ist „geprägt“ durch unsere Umgebung und die Gesellschaft bestätigt und „kultiviert“ es weiter. Bis zu einem bestimmten Punkt ist das nützlich – ab einem bestimmten Punkt nicht mehr.

    Vergessen wir deshalb einmal die Einteilung in richtig und falsch. Erinnern wir uns, dass „leben“ vor allem eines bedeutet: Mit dem, was uns begegnet so gut wie möglich umzugehen. Und das bedeutet, vor einer Bewertung die Situation anzunehmen. Hinzuschauen und Fragen zu stellen.

    • Bei Krankheit: Was möchte mein Körper mir sagen? Wie gehe ich mit ihm – also mit mir – um?
    • Bei Einsamkeit: Was ist mir dadurch besser möglich als in Gemeinschaft?
    • Bei Streit: Welcher Teil daran ist so schlimm? Welcher gut?
    • Bei enttäuschten Erwartungen: Übertrage ich Wünsche die ich mir selbst erfüllen sollte auf andere? 

    Du wirst merken, dass nicht alles schlecht ist an den vermeintlich „falschen“ Situationen. Es gibt immer einen guten Grund, weshalb es ist wie es ist. Unser Unterbewusstsein steuert uns stärker, als wir es uns eingestehen wollen. Wir führen unbewusst Situationen herbei, um etwas zu verändern, das nicht passt – oder veranlassen andere, das für uns zu tun! Meist wird das erst lange Zeit hinterher deutlich – wenn überhaupt. Indem du davon ausgehst, dass auch eine „falsche Situation“ ihr Gutes für dich hat und du dich fragst, was das sein könnte, bekommst du wichtige Hinweise für deine Motivation. Du erkennst worin der Nutzen für dich liegt und kannst selbst in unangenehmen Situationen Lösungen entwickeln.

    Ein reflektiertes Mindset? Ein klares: Ja!

    Meine Entscheidung ist deshalb, das Denken in „richtig und falsch“ so weit wie möglich zu lassen. Ich stelle mir und meinen Klienten dagegen folgende Fragen:

    • Bei Entscheidungen: Ist es passend oder unpassend für mich? Wann wäre es in Ordnung für mich?
    • Wenn etwas nicht klappt: Wofür könnte es gut sein, dass es so ist? Worin liegt der Vorteil? An welcher Stelle ist die Sache gekippt?
    • Bei Konflikten: Welchen Anteil habe ich daran, dass es so ist?
    • Grundsätzlich: Was tue ich dafür? Was unterlasse ich?

    Ich fühle mich frei und selbstbestimmt dadurch. Probiere es selbst aus! Gib dir mehr Freiheit im Kopf, im Herzen und damit auch in deinem Leben. Sei lebendig! Stay tuned! Erlaube dir ein reflektiertes Mindset!

    PS: Es wird nicht auf Anhieb klappen! Es ist wie beim Fahrrad fahren – es braucht mehrere Versuche bis man sattelfest ist und gerade aus fahren kann. Sollte das alleine zu mühsam sein unterstütze ich dich gerne!

  • 7 Gründe für Coaching

    7 Gründe für Coaching

    Es gibt viele gute Gründe für ein Selbstständigkeits-Coaching. Hier die wichtigsten.

    Betriebsblindheit beseitigen

    Vor Betriebsblindheit ist niemand geschützt. Das, was man macht, ist ganz selbstverständlich für einen selbst. Für andere ist es jedoch oft besonders und außergewöhnlich. Nur man erfährt es nicht. Umgekehrt agiert man oft am Ziel vorbei, ohne es zu bemerken . Es gibt sie, die berühmten Bäume, die man gar nicht sieht – vor lauter Wald. Und dabei müsste man nur die Hand ausstrecken… Ein Coach ermöglicht mit seiner externen übergreifenden Sicht andere Blickwinkel, Sichtweisen und Lösungen. Durch wesentliche individuelle Fragen dringt er bis zur Wurzel eines Themas. Er zapft Quellen an, die ungenutzt schlummern.

    Bedürfnisse erkennen und integrieren

    Wir verändern uns ständig – und unsere Bedürfnisse mit uns. War es gestern noch der finanzielle Erfolg, ist es morgen meine Familie die wichtig ist und übermorgen meine Gesundheit. Es ist wichtig, unbewusste Bedürfnisse ins Bewusstsein zu rücken und in die Selbstständigkeit zu integrieren. Durch Coaching weißt du wieder was du willst und was du nicht (mehr) brauchst. Und dadurch kannst du Prioritäten neu und sinnvoll setzen. Die Dinge kommen in Fluß, weil du wieder kreativ wirst. Coaching macht dich lebendig und präsent. Es ermöglicht dir das Selbst-ständig-sein.

    Unabhängige Sichtweise erhalten

    Kollegen, Partner, Freunde, Angehörige etc. haben 1) eigene Interessen und 2) gibt es oft emotionale Abhängigkeiten.  Menschen im eigenen Umfeld sind befangen. Sie können nie so offen mit dir sein wie ein Coach. Und auch du kannst ihm gegenüber offen aussprechen, was dir am Herzen liegt. Die Tatsache, dass dir ein Coach wirklich zuhört und dich ganz wahrnimmt, ist eine starke Entlastung und gleichzeitig eine große Chance für deine eigene innere Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit.

    Orientierung bei Rückschlägen

    Es gibt Phasen in der Selbstständigkeit, die besonders herausfordernd sind. In denen es schwierig ist, die Orientierung zu behalten oder nach einem Rückschlag wieder „auf Kurs“ zu kommen. Das kann persönliche oder marktwirtschaftliche Gründe haben. Ein Coach gibt dir wieder Boden unter die Füße. Weil er dir zeigt, wo du stehst, wo dein Weg ist, welches Zwischenziel du erreicht hast und wie es weitergehen kann. Er pusht nicht, sondern energetisiert dich. Er ist für dich da und in deiner Schrittgeschwindigkeit unterwegs. Er ist an deiner Seite.

    Selbstbild und Persönlichkeit

    Unser Selbstbild ist geprägt durch Menschen die uns in der Vergangenheit (bewusst oder unbewusst) bewertet haben. Es steckt schon in den Begriffen: er-zogen, ge-bildet. Genau das wurden wir von Eltern, Lehrern und Vorgesetzten. Wir wurden geformt und haben uns angepasst. Als Erwachsener kann man sich selbst bilden: Welche Art von Mensch möchte ich sein? Wie will ich leben? Wie will ich wirken? Ein Coach nimmt dich wahr wie du jetzt bist und macht deutlich, was in dir steckt, gelebt werden möchte und gelebt werden kann. Er unterstützt dich dabei, deine Facetten und Möglichkeiten zu entdecken – und sie zu leben. 

    Erfolg definieren und erkennen

    Erfolg wird meist mit finanziellem Erfolg gleichgesetzt. Dabei gibt es auch den persönlichen Erfolg, weil man sich selbst treu geblieben oder geworden ist. Den familiären Erfolg, weil man in echter Verbindung mit Partner(in) und Kindern lebt. Den gesellschaftlichen Erfolg, der durch Mehrwert für andere entstehen kann. Viele Menschen bringen für ihren finanziellen Erfolg zu große Opfer in anderen Bereichen ihres Lebens. Ein Coach hilft dir dabei herauszufinden, was für dich Erfolg bedeutet und welche Mischung deine ist. Er unterstützt dich dabei, deine Definition von echten Erfolg zu finden.

    Reflexion als Erfolgsfaktor

    Jeden Tag gibt es zahlreiche Informationen und Neuerungen. Wir müssen Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen. Den eigenen Standort bestimmen und eine Haltung entwickeln, zu wissen wo man steht, wofür etwas gut ist und welches der nächste Schritt ist, macht eine erfolgreiche Selbstständigkeit aus. Erlaube dir regelmäßig einen wertschätzenden neutralen Sparringspartner – einen Coach – der dich Wesentliches erkennen lässt und dich auf Chancen aufmerksam macht. Der dir aufzeigt, wie du mit dir und dir wichtigen Themen umgehen kannst. Coaching gehört zu deiner verantwortungsvollen Selbstständigkeit.

  • Wann bist du selbstständig?

    Wann bist du selbstständig?

    Wenn wir von jemanden sagen, er sei selbstständig, meinen wir meistens dessen berufliche Selbstständigkeit. Die andere Seite der Selbstständigkeit – das eigenständige Handeln und Agieren – gestehen wir Erwachsenen ganz automatisch zu. Zu unrecht. Die meisten leben so, wie es von ihnen erwartet wird. Oder – schlimmer noch – sie meinen zu wissen, was erwartet wird und richten ihr Leben nach Annahmen aus!

    „Ich will mein Gehalt verdoppeln“

    Da ist es äußerst erfrischend im ZEIT-Magazin „Geld“ in der Rubrik „Kontoauszug“ das Portrait einer aufgeräumten 27Jährigen zu lesen, die im Produkt- und Projektmanagement eines E-Commerce-Unternehmens arbeitet. Allein die Tatsache, dass sie einen guten Überblick über ihre Ausgaben hat ist bemerkenswert. Noch interessanter ist, dass sie bewusst entschieden hat, wofür sie ihr Geld tatsächlich ausgeben möchte und was sie damit bewirken will! Bei der Überlegung, wie sie einmal leben möchte hat sie gemerkt, dass sie lieber in ihre Karriere und sich selbst investieren möchte als in Konsumgüter und Kleidung. Sie hat eine klare Vision davon, was ihr wichtig ist und richtet sukzessive ihr Leben danach aus.

    Noch vor wenigen Jahren…

    …hatte sie ihr gesamtes Gehalt ausgegeben. Jetzt spart sie bewusst, um sich einmal eine Immobilie kaufen zu können und sich einen Gehalts- oder einen Karrierecoach zu leisten. Damit möchte sie Ihr Ziel verwirklichen, Führungskraft zu werden. Ihr jetziges Gehalt von 2.400 Euro netto möchte sie in absehbarer Zeit verdoppeln. Hinzu kommt der Plan, einen Blog zu Female Leadership zu starten. Für schlechte Zeiten sorgt sie mit einem Notfall-Konto vor und mit einem gut sortierten Aktienfonds kümmert sie sich um ihre Altersvorsorge. Kneipen- und Restaurantbesuche hält sie im Rahmen. Dem Geschäftsführer hatte sie vor einiger Zeit gesagt, dass sie gerne mal ein Team leiten würde – zukünftig hat sie Verantwortung für drei Mitarbeiter.

    Wir wissen nicht ob Anne – so heißt sie – eine Spaßbremse ist, ob sie glücklich ist und wie andere sie sehen. Klar ist aber: Sie hat eine Vorstellung davon, was ihr wichtig ist. Sie macht Pläne, steckt sich Ziele, lässt Entscheider wissen was sie möchte und wozu sie fähig ist. Sie geht strategisch vor und lässt sich wenn nötig dabei unterstützen. Sie tut, was sie sagt und ist sich treu. Sie hat eigene Werte und Prinzipien entwickelt und gestaltet ihr Leben eigenverantwortlich. Für mich steht deshalb fest: Sie ist selbstständig – auch wenn sie angestellt ist.

    Erfahre hier mehr über deine Möglichkeit, deine Vision zu entwickeln und dein Leben zu gestalten.

  • Bist du sicher?

    Bist du sicher?

    Stefan Zweig, Quelle Wikipedia

    Gerade höre ich von Stefan Zweig „Gestern – Erinnerungen eines Europäers“. Nach einer sehr behüteten Kindheit in Wien lebte er als Student in Paris in einem Provisorium. Nie hatte er sich in der Wohnung richtig eingerichtet. Dadurch fiel es ihm später im Exil leichter als anderen, immer wieder alles zurück zu lassen. An verschiedensten Orten kam er nur mit dem Nötigsten – einen Koffer – aus. Er war weder an Besitz noch Wohnort gebunden. Seine Stabilität bezog er über Werte, Wissen, seinem Können und guten Beziehungen – darauf konnte er sich verlassen. Und das machte ihn sicher – selbst in äußerst unsicheren, instabilen Zeiten. Heute würde man von hoher Resilienz sprechen angesichts dessen was er alles erlebt hat: Jahrhunderte lange Traditionen im Kaiserreich, zwei Weltkriege und die Verfolgung der Juden. Er selbst war als Jude geflüchtet.

    Was für ein Gegensatz zu uns!

    Nie waren wir von Äußerlichkeiten so abhängig wie heute. Worauf legen wir wert? Werte-Gegenpole wie Kirche, Religion und Traditionen sind rückläufig bzw. finden nicht mehr statt. Bei vielen steht an erster Stelle: Ein sicheres Einkommen und Besitz, ein sicherer Job, eine sichere Beziehung, ein sicherer Wagen etc. Im Nachkriegs-Deutschland wurden wir in eine Gesellschaft hinein geboren die auf diese Art von Sicherheit – meist eine äußere Sicherheit – sehr viel wert legt. Ob das in diesem Ausmaß länger sinnvoll und auch nötig ist wird selten hinterfragt.

    Wofür ist Sicherheit gut?

    Sie gibt unserem Leben Stabilität. Sie macht unser Leben kontrollierbar und berechenbar. Zuviel Sicherheitsdenken engt uns allerdings ein, wir wagen zu wenig und leben unser Potential nicht. Stellt sich die Frage: Wieviel Sicherheit brauchen wir wirklich? Mir hilft hier das Bild des Fußballers: Er hat ein Standbein und ein Spielbein. Beides ist gleich wichtig! Würde er mit beiden Beinen auf der Stelle stehen bleiben, wäre er nicht Teil des Spiels! So ist es auch bei uns: Damit wir am Spiel des Lebens wirklich sinnvoll teilnehmen können brauchen wir einerseits eine sichere Basis – damit wir andererseits ausprobieren können. Damit wir aktiv und flexibel sein können je nach Bedürfnissen und Situation.

     

    Wenn sich die Welt verändert..

    Welche Alternative haben wir? Hier landen wir wieder bei Stefan Zweig: Die eigenen Bedürfnisse und Werte zu erforschen, die eigene Definition von Erfolg im Leben zu formulieren und danach zu leben gibt uns die Orientierung und Stabilität die wir in bewegten Zeiten brauchen. Wenn wir uns um unsere Ängste kümmern können wir uns trennen von vermeintlicher Sicherheit die niemand garantieren kann. Das allein hat Gültigkeit über den Moment hinaus, gibt uns ein Fundament und zeigt uns einen Weg durch eine schnelle und komplexe Welt die uns täglich mit Informationen und Reizen überflutet und irritiert. Diese innere Unabhängigkeit gibt uns Sicherheit im Umgang mit Situationen und Menschen, gibt uns eine Richtschnur für unser Handeln. Lässt uns agieren anstelle zu reagieren. Macht uns stabil.

    Viele Wege führen nach Rom..

    Ergründet können die eigenen inneren Werte auf verschiedene Weise. Zum einen gibt es reaktive Möglichkeiten: Ein gutes Indiz ist eine Enttäuschung – sie weist darauf hin, was uns wirklich wichtig ist indem es uns versagt bleibt. Ebenso ist es mit Sehnsüchten und Bewunderung: Sie zeigen uns, was wir gerne leben würden, wer wir gerne sein möchten. Auch Krankheiten sind wertvolle Hinweisgeber und können zu Besinnung und in der Folge zu einem Paradigmenwechsel führen. Möchte man das Thema Werte aktiv angehen, gibt es auch viele Möglichkeiten, zum Beispiel: Literatur, Filme, Kunst, Meditation, Rückzug in die Stille, Spiritualität, Reisen, Auszeiten, Sabbatical, Idealbilder und Visionen. Dort können wir uns jenseits von Rollen und Funktionieren kennenlernen, können reflektieren und dürfen einfach nur sein. Und natürlich ist es möglich sich in Coachings auf die Schliche zu kommen: Gerade für die berufliche Selbstständigkeit ist Klarheit über die eigenen Lebensziele und Werte ein notwendiges Fundament.

     

  • Spüren statt Denken

    Spüren statt Denken

    Spüren statt Denken? Wofür soll das gut sein?
    Wir Selbstständigen sind gewohnt, Lösungen zu erdenken und selbstbestimmt zu handeln. Doch was, wenn das nicht klappt? Wenn wir fremdbestimmt sind oder abwarten müssen?

    Gras wächst nicht schneller, nur weil man daran zieht…

    Wenn etwas außerhalb unseres Einflussbereiches liegt, sollten wir das akzeptieren. Nur selten ist etwas so wichtig, dass es nicht warten könnte. Aber gegen unsere Ungeduld und Irritation können wir etwas tun. Um den Druck abzubauen und wieder ins Gleichgewicht zu kommen können wir Verbindung zu uns selbst aufnehmen.
    Dabei hilft mehr Spüren als Denken.

    Anleitung zum Zu-Sich-Kommen

    Suche dir einen ruhigen Ort an dem du ungestört sein kannst.
    Schließe die Augen. Nimm wahr:

    1. Wie atme ich? Flach – oder tief? Mit dem Bauch – oder nur mit der Brust?
    2. Wie sitze oder liege ich? Wo halte ich fest / bin ich angespannt?
    3. Wo kann ich loslassen? Schultern? Rücken?
    4. Wie ist meine Stimmung? Durcheinander? Rastlos? Traurig? Wütend? Frustriert?
    5. Schau dir einfach an was ist. Gib dir Zeit. Atme ruhig und tief.

    Nimm dir einige Minuten Zeit um all deine Empfindungen zu spüren – die körperlichen und seelischen. Versuche sie mit Distanz zu beobachten. Lass Bewertungen und Kritik beiseite. Lass Gedanken kommen und gehen.

    Wenn du soweit bist öffne wieder die Augen. Nimm wahr, wie es dir jetzt geht. 

    • Welche Qualität spürst du?
    • Was möchtest du jetzt gerne tun? 
    • Was ist jetzt für dich wichtig?
    • Was liegt dazu innerhalb deines Einflussbereiches?

    Gib dir regelmäßig diese Qualität des Seins. Wöchentlich, täglich – oder mehrmals am Tag. Je bewegter das Außen ist, desto mehr profitierst du von diesem Gegenpol. Durch die Wiederholung entwickelt sich dein Selbstgefühl. Gedanken und Außenwelt erfahren eine gesunde Relativierung. Und die Stimme deiner Seele wird deutlicher. Das trägt zu deinem inneren Gleichgewicht bei – und zu deiner inneren Stabilität. 

    Es gibt viele Möglichkeiten, Gelassenheit in fordernden Situation zu erlangen – es lohnt sich, deine zu finden! Gerne unterstütze ich dich dabei mit einem Coaching.

  • Herzversorgung No. 1

    Herzversorgung No. 1

    Ist dir bewusst, dass unser Herz als einziges Organ völlig aus eigener Kraft schlägt? Es hat irgendwann damit angefangen und ist seitdem in Bewegung! Und es bewegt all unsere all Organe und unseren Körper mit! 

    Damit es schlägt, versorgen wir – meist ganz selbstverständlich – unseren Körper mit Nahrung, Flüssigkeit, Bewegung und Erholung. So sieht normalerweise die „Herzversorgung“ aus.

    Herzversorgung der anderen Art

    Es gibt jedoch eine Herzensebene die ebenso wichtig ist und gut versorgt sein will wie die körperliche. Vielleicht haben wir von anderen Menschen gelernt, gut für unsere Herzensqualitäten zu sorgen. Oder wir haben es selbst gelernt. Falls nicht: Dafür ist es nie zu spät. Ich selbst habe mir mit 40 Jahren eine Art Herz-Kur ermöglicht. Zuerst, indem ich zu Malen begonnen habe. Dann, indem ich mir ein Sabatical erlaubt habe – und etwas später eine Coaching-Ausbildung. Ich hatte mir dazu mehrere renommierte Institutionen angesehen. Entschieden hat dann mein Herz. Und es hat sich gelohnt. Denn das in der Ausbildung Entwickelte trägt bis heute – persönlich und beruflich. Mein Herz-Wissen und diese Herzens-Qualität gebe ich weiter in meine Beziehungen, meine Coachings, Beratungen und in meine Kunst. Herz und Kopf kommen in Verbindung – und das führt zu Entscheidungen, Wegen und Ergebnissen die zu ganzheitlichem Leben führen.

    Update 2025

    Fünf Jahre sind vergangen seit ich diesen Beitrag geschrieben habe – und es stimmt immer noch. Besonders und immer wieder außergewöhnlich ist es, dass man nach und nach eine andere Ausstrahlung bekommt. Die erworbene Haltung transportiert sich sozusagen. Und es kommt ganz von allein zu Begegnungen mit Gleichgesinnten. Einfach, weil man sich erlaubt seinem Herzen zu folgen und sich das im Tun zeigt. Man bekommt einen anderen Blick auf Dinge und Menschen. Man geht andere Wege und tut andere Dinge. Oder man tut Dinge anders. Natürlich gibt es auch Rückfälle. Wenn der Kopf zuviel will. Wenn man Angst hat oder verunsichert ist. Dann lohnt es sich, wieder zu sich selbst zu kommen und den Kopf abzuschalten. Damit die Herzversorgung eine Chance bekommt.

    Wie das geht, erfährst du in diesem Beitrag Spüren statt Denken.

  • Das richtige Mind-Set

    Das richtige Mind-Set

    Deine Entscheidungen haben viel mit deiner inneren Haltung zu tun und deinem Mind-Set dahinter.

    Etwas, das wir in der Schule kaum gelernt haben, das für unseren weiteren Weg und unsere Zufriedenheit aber maßgeblich ist – ist: Selbstreflektion.

    Selten schauen wir auf unser Leben und Beruf aus einer gewissen Entfernung und überblicken unser Tun und Lassen. Uns fehlt oft die Klarheit für sinnvolle Prioritäten. Und wir versäumen, das in unser Leben zu holen, was wirklich wichtig für uns ist.

    Dabei hilft es bereits die eigenen Gedanken regelmäßig aufzuschreiben und zu analysieren. Du kommst dir dabei selbst „auf die Schliche“ und erkennst, was dich wirklich beschäftigt. Durch das Niederschreiben bekommt es eine Gültigkeit. Steht ein Thema erst einmal da, kannst du dich darum kümmern und Probleme in Lösungen umwandeln.

    Systematik in dein Tun und deine Vorhaben erhältst du durch ein gezieltes Coaching. Der Prozess ist bestimmt durch Sammeln, Sichten, Sortieren und Priorisieren. Am Ende steht die Selbstführung – denn damit ist es dir möglich, mit klarem Kopf und richtigem Mind-Set die eigenen Energien bewusst einzusetzen.  Du weißt, weshalb du etwas tust oder lässt.

     

    „Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, sollten wir versuchen, diese zu kontrollieren.“ ―Dalai Lama

    Mehr zum Thema erfährst du hier

  • Intuition – mehr als ein Bauchgefühl

    Intuition – mehr als ein Bauchgefühl

    Was hat Intuition mit Selbstständigkeit zu tun? Intuition ist ein Führungsinstrument. Es ist Zeit, das zu erkennen und der Intuition Raum zu geben.

    „Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener“, sagte bereits Albert Einstein. Doch in unserer materiellen Welt ist es genau umgekehrt: Berechenbaren und meßbaren Abläufen und Ergebnissen wird der Vorrang gegeben. Offiziell hat die Intuition so gut wie keinen Stellenwert. Dabei verlassen sich viele Menschen in wichtigen Situationen auf ihr Bauchgefühl und nicht auf Zahlen und Erhebungen. Auch Manager – allerdings geben sie das selten zu. Dabei ist die Wahrheit:

    Ohne Intuition sind sinnvolle Entscheidungen nicht möglich

    Und was bedeutet das für deine Selbstständigkeit? Ganz einfach: Es lohnt sich die Intuition zu schulen und ihr zu vertrauen. Indem du lernst, bewusst wahrzunehmen (zu sehen /zu hören / zu spüren) ohne zu bewerten! Indem du präsent bist. Indem du auch unangenehme Gefühle zulässt. Indem du nichts „übers Knie brichst“. Wenn zum Beispiel eine Entscheidung getroffen werden soll und du dir einen Überblick mit den Vor- und Nachteilen geschaffen hast, dann fühle noch einmal nach. Vielleicht wiegt ein Punkt stärker als alle anderen. Es braucht keine rationale Begründung dafür, damit es für dich „richtig“ ist, diesem Punkt nachzugeben. Oder du merkst, dass der Überblick sich noch nicht „gut anfühlt“. Dann gib dir und deiner Entscheidung Zeit. Wichtige Entscheidungen lassen sich nicht erzwingen, sie ergeben sich. Manchmal über Nacht. Oft genügt es, mit einer Entscheidungsfrage schlafen zu gehen – am Morgen ist dann alles klar. Denn die Intuition arbeitet auch im Schlaf.

    Nachfolgender Podcast geht dem Thema nach und fragt nach, in welchen Situationen Intuition zu besseren Entscheidungen führt:

  • Vorbilder

    Vorbilder

    Vorbilder

    Bereits als Kleinkinder machen wir nach, was wir bei Mutter und Vater sehen. Als Jugendliche suchen wir uns Idole. Und dann? Bei uns Erwachsenen kommen Vorbilder eher selten vor – zu Unrecht. Wie cool ist es, wenn es jemanden gibt, der bereits erfolgreich den Weg gegangen ist, den wir noch vor uns haben! Der ähnliche Herausforderungen bewältigt, ähnliche Gedanken und Ziele hatte und uns zeigt dass und wie es gehen kann. Vorbilder inspirieren und ermutigen uns. Sie unterstützen uns bei den eigenen Herausforderungen und erweitern unseren Horizont. Es ist absolut sinnvoll von Menschen zu lernen, ​​​​​die bereits da sind, wo wir selbst hin wollen.

    In der Anfangsphase

    …meiner Selbstständigkeit haben mich Vorbilder allerdings nicht sehr interessiert. Glücklicherweise! Denn das eigene Ziel findet man weniger bei Vorbildern sondern in sich selbst. Ist das eigene Ziel – oder bessere Anliegen – allerdings klar, helfen Vorbilder Fehler zu vermeiden und kürzen den einen oder anderen beschwerlichen Weg ab. Es lohnt sich also, nach Menschen Ausschau zu halten die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen und einem voraus sind. Internet, Videos, Blogs und Literatur und auch Vorträge bieten diese Möglichkeit. Ich bevorzuge den persönlichen Austausch und Literatur. Ich lerne von guten Trainern und Mentoren. Von Menschen, die bereits viel Lebens- und Berufserfahrung haben, die hohe fachliche Erfahrung und Expertise haben, die selbst viel gelesen, reflektiert und umgesetzt haben.

    Eine gute Anleitung…

    …nicht nur für Teenager – findest du übrigens WIKI HOW – spannend wird es ab Punkt 3! Viel Vergnügen!